ESL hat offiziell ihre Co-Streaming-Richtlinien für 2026 vorgestellt und bedeutende Änderungen eingeführt, die die Arbeitsweise von Co-Streamern grundlegend verändern. Das Update hat bereits starke Gegenreaktionen in der Community ausgelöst, viele argumentieren, dass es den eigentlichen Zweck des Co-Streamings untergräbt. Der Organisator sieht die Änderungen als notwendigen Schritt, um Partner zu schützen und die Kontrolle über das Produkt zu behalten, doch erste Reaktionen deuten darauf hin, dass sich das Gleichgewicht möglicherweise zu weit verschob.
Was sich geändert hat: Co-Streams sind jetzt vollständig unter ESL-Kontrolle
Die neuen Regeln setzen strenge Beschränkungen vor und machen Co-Streamer effektiv zu parallelen Vertriebspartnern der offiziellen Ausstrahlung.
Wichtige Einschränkungen:
- Nur Twitch-Übertragungen
Co-Streaming ist exklusiv auf Twitch erlaubt, andere Plattformen verlangen eine ausdrückliche Genehmigung - Verpflichtende offizielle Feed-Streamer
müssen den offiziellen ESL-Broadcast-Feed verwenden – alternative Quellen sind verboten - Always-On-Berichterstattung
Co-Streamer dürfen während Live-Matches
nicht zu anderen Inhalten wechseln (kein „nur chatten“, keine Falleröffnungen oder andere Aktivitäten) - Vollständige Sendeabdeckung ist erforderlich. Streamer müssen zeigen:
-
- Spielmechanik
- Analysten-Desk-Segmente
- Interviews
- Pausen zwischen den Karten
- 5%-Webcam-Regel
Die Webcam des Streamers darf 5% des Bildschirms nicht überschreiten - Strenge Overlay-Beschränkungen
Chat, soziale Handles und andere Elemente müssen minimal bleiben
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Sponsoren haben Vorrang
Einer der umstrittensten Aspekte des Updates ist die strenge Kontrolle über die Monetarisierung. Co-Streamer dürfen nicht:
- ESL-Sponsor-Integrationen ausblenden oder verändern
- Beziehen persönliche Sponsoren ohne Genehmigung ein
- Fördern Sie eine breite Palette eingeschränkter Kategorien (einschließlich Wetten, Hardware und Krypto)
In der Praxis behält ESL die volle kommerzielle Kontrolle, selbst wenn das Publikum von einzelnen Erstellern angetrieben wird.
ESL erhält die Rechte an Streamer-Inhalten
Ein weiterer wichtiger Punkt. ESL erhalten eine unbefristete, gebührenfreie Lizenz zur Nutzung:
- Das Abbild des Streamers
- Stimme
- Auszüge aus der Ausstrahlung
Das bedeutet, dass Streamer-Inhalte von ESL für Marketingzwecke ohne zusätzliche Vergütung verwendet werden können.
ESLs Position: „Es geht um Nachhaltigkeit“
In ihrer Erklärung betont ESL:
Markenpartner zu schützen heißt, das Ökosystem selbst zu schützen. Diese Partnerschaften ermöglichen Preispools, Arena-Events und erstklassige Produktionen.
Die Botschaft ist klar – Co-Streamer sollten die Hauptsendung unterstützen und nicht konkurrieren.
Reaktion der Community: „Das tötet Co-Streaming“
Die Reaktion der Gemeinschaft war sofort – und größtenteils negativ. Hauptanliegen:
Verlust der Eindeutigkeit
Je näher die Co-Streams der offiziellen Übertragung kommen, desto weniger Grund gibt es, sie
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Eine andere Perspektive
Nicht jeder ist gegen die Änderungen. Analyst MonteCristo kommentierte:
Wenn Co-Streamer es nicht mögen, können sie für die Übertragungsrechte bezahlen, anstatt kostenlos mit dem Produkt Geld zu verdienen.
Dies hebt die Kerndebatte hervor:
Wer braucht wen mehr – Turnierorganisatoren oder Streamer?
Was das für die Szene bedeutet
Diese Änderungen könnten erhebliche Auswirkungen haben:
- weniger Co-Streamer bei ESL-Veranstaltungen
- Weniger attraktiv für Gelegenheitszuschauer
- Mögliche Verlagerung des Publikums zu offiziellen Streams
- oder Rückgang der Gesamt-ESL-Zuschauerzahlen
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Ein Wendepunkt für das Co-Streaming
Die neuen ESL-Richtlinien stellen einen klaren Versuch dar, die Kontrolle über Vertrieb und Monetarisierung zurückzugewinnen, allerdings auf Kosten der Kreativität und Flexibilität, die Co-Streaming populär machten. 2026 könnte das Jahr werden, in:
- Co-Streaming passt sich einem strengeren Modell an
- oder beginnt, von Top-Events zu verblassen.

