Ein Beitrag auf X (Twitter) zeigte ein vollständiges Interview mit einem anonymen Entwickler hinter einem der beliebtesten unentdeckten externen Cheats für CS2. Er sprach über die Schwachstellen von VACnet, Valves Ansatz zum Anti-Cheat und erklärte, warum es 2025 für Cheater immer noch leicht ist, ungestraft zu bleiben.
CS2-Anti-Cheat-Probleme im Jahr 2025
Trotz der Veröffentlichung von CS2 und großer Versprechen von Valve bleibt die Situation kritisch. Wichtige Probleme, die der Entwickler darlegte, sind:
- VACnet ist veraltet und ineffektiv. Es ist heute einfacher zu umgehen als damals in CS:GO.
- Kein Kernel-Level-Anti-Cheat. Valve weigert sich, ihn einzuführen, was es externen Cheats ermöglicht, völlig unsichtbar zu bleiben.
- Trust Factor isoliert, aber bannt nicht. Das System funktioniert teilweise, aber versteckte Cheater können leicht im „grünen TF“ bleiben.
- Subtick zerstörte alte Erkennungsmethoden. Die meisten modernen Exploits in CS2 basieren auf diesem System.
- Valve fehlt es an Personal. Laut dem Entwickler arbeiten nur wenige Leute an VACnet.
Kernaussagen aus dem Interview
Der Entwickler erklärte, dass Valve sich „absolut nicht“ um das Cheating-Problem in CS2 kümmere. Seiner Meinung nach hat VACnet keinen Zugriff auf externe Cheats:
„Für ihn sehen wir aus wie ein zufälliger geschützter Prozess. Wenn VAC versucht, den Speicher auszulesen, erhält es eine Zugriffsverletzung. Wir entwickeln uns ständig weiter, aber VAC zu umgehen ist kein Problem.“
Er gab zu, dass die einzige echte Bedrohung ein Kernel-Level-Anti-Cheat wäre:
„Ein Kernel-AC wäre ein Problem und würde uns wahrscheinlich töten. Aber das widerspricht Valves Richtlinien, also glaube ich nicht, dass sie es jemals tun werden. Wenn sie es täten, würden wir versuchen zu kämpfen, aber höchstwahrscheinlich schließen.“

Zum Trust Factor erklärte er:
„In Europa und Nordamerika funktioniert er bis etwa ~18k, wo man fast nie auf Cheater trifft. Aber ‚grüner TF‘ ist irreführend — man weiß nicht, wie grün er tatsächlich ist. Cheater haben immer eine höhere Volatilität im Glicko-2, daher erscheinen sie schnell als Anomalien. Aber das hindert fähige versteckte Cheater nicht daran, unberührt zu bleiben.“
Zur moralischen Seite seiner Arbeit war er offen:
„Ich fühle mich nicht schuldig. Verstecktes Cheaten ist für legitime Spieler unsichtbar, und Semi-Rage bringt Cheater normalerweise in hohe Volatilität und hohe Ränge. Wenn nicht wir, dann wäre es jemand anderes. Und zu unserem Preis und mit unseren Funktionen gibt es praktisch keine Konkurrenz.“
Reaktion der Community
Nach der Veröffentlichung des Interviews teilten X-Nutzer aktiv ihre Reaktionen:
- KSW33T: „Hast du ihn am Ende des Spiels gemeldet?“ — scherzend über die Nutzlosigkeit von In-Game-Meldungen.
- Diabetiskind: „Ich meine, sie können es nicht wegen Fehlbanns, das verstehe ich… aber wenn es an dieser Stelle KI ist, die das macht, ich meine, ein Mensch kann manche Dinge nicht sehen, aber ein Computer schon.“ — weist darauf hin, dass KI der Schlüssel zum Erkennen von Cheatern sein sollte.
- masikokolika: „Das ist verrückt. Habe mich immer gefragt, wie einige Cheats unentdeckt bleiben…“ — schockiert, aber neugierig, wie externe Cheats unsichtbar bleiben.
Fazit
Dieses Interview bestätigt, was viele Spieler schon lange sagen: Im Jahr 2025 bleibt das Anti-Cheat von CS2 eher symbolisch als wirksam. Externe Cheats laufen ohne Hindernisse, VACnet erfüllt seinen Zweck nicht, und Trust Factor isoliert Cheater nur teilweise, ohne das Problem zu lösen.

Die Community zeigt erneut ihr Misstrauen gegenüber Valve und fordert radikale Veränderungen. Doch solange das Unternehmen seinen Ansatz nicht ändert und nicht mehr Ressourcen investiert, wird Cheating eines der schmerzhaftesten Probleme in CS2 bleiben.