Die zweite Runde der Schweizer Etappe bei PGL Bukarest 2026 zeigte erneut, wie wettbewerbsfähig das Feld ist, selbst zwischen Teams verschiedener Klassen. Beide Serien folgten unterschiedlichen Drehbüchern, endeten aber auf die gleiche Weise – die Favoriten sicherten sich Siege durch Adaption und Gelassenheit in entscheidenden Momenten. 3DMAX überstand einen harten Kampf gegen Voca (2:1) und erholte sich nach einem holprigen Start, während Astralis B8 (2:1) in einer hart umkämpften Serie besiegte und damit einen wichtigen Schritt in Richtung Playoffs machte.
3DMAX vs Voca – ein Comeback, das auf Widerstandsfähigkeit basiert

Diese Serie entwickelte sich zu einer der chaotischsten der Runde. Voca startete stark und schien in der Lage zu sein, eine Überraschung zu schaffen, konnte sich aber nicht über die ganze Distanz behaupten.
Dust2 — Voca bestraft frühe Fehler (13:10)
Die amerikanische Seite nutzte den instabilen Start von 3DMAX. Sie kontrollierten den Raum besser, gewannen Eröffnungsduelle und zwangen ihre Gegner konsequent in reaktive Positionen. 3DMAX wirkte abgekoppelt, hatte Schwierigkeiten beim Trading und konnte das Tempo nicht kontrollieren.
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Anubis — Antwort von 3DMAX (13:8)
Mit ihrem eigenen Pick hat 3DMAX die Serie komplett zurückgesetzt. Sie erhöhten das Tempo, nutzten Utility effektiver und gewannen schnell die Kontrolle zurück. Voca konnte sich nicht anpassen und begann an Eigeninitiative zu verlieren.
Ancient — ein Marathon-Ziel (19:16)
Der Entscheidungskampf wurde zu einem echten Ausdauertest. Beide Teams tauschten Runden hin und her, aber in entscheidenden Situationen wirkte 3DMAX gefasster. Die Überstunden erwiesen sich als entscheidend – und Erfahrung machte den Unterschied. 3DMAX hat unter Druck besser umgesetzt und die Karte abgeschlossen.

Lucky – der Unterschiedsrichter

Der herausragende Spieler der Serie war Lucas „Lucky“ Chastang, der eine enorme Last mit sich trug:
- 71–49 K-D
- 92,8 ADR
- 1,51 Bewertung
Seine Konstanz und Einfluss in allen Spielphasen ermöglichten es 3DMAX, sich zu erholen und den Sieg zu sichern. Auf Vocas Seite lieferte nosraC (1,18 Rating) eine solide Leistung ab, fehlte jedoch die nötige Unterstützung, um die Serie zu beenden.
Astralis vs B8 – Klasse in Schlüsselmomenten

Die zweite Staffel war strukturierter, aber nicht weniger intensiv. B8 blieb durchgehend konkurrenzfähig, aber Astralis zeigte in entscheidenden Momenten ein höheres Niveau.
Mirage – ein Kampf bis zum Äußersten (16:12)
Die Eröffnungskarte war ein ständiger Austausch von Runden. B8 hielt stand, aber Astralis war in den letzten Spielen effektiver und schloss in der Verlängerung zu.
Nuke — B8 Schlag zurück (13:8)
Die ukrainische Mannschaft antwortete mit einer starken Leistung, angetrieben von besseren Einzelleistungen und einer soliden T-Mannschaft. Sie haben die Serie ausgeglichen und Astralis unter Druck gesetzt.
Ancient — Astralis übernimmt die Kontrolle (13:8)
Im entscheidenden Finale wirkte Astralis disziplinierter. Sie führten ihre Wirtschaft besser, vermieden schwerwiegende Fehler und schlossen die Serie mit Zuversicht ab.

Staehr — Konsistenz und Wirkung

Der Schlüsselspieler für Astralis war Victor „Staehr“ Staehr, der eine starke und stabile Leistung zeigte:
- 58–52 K-D
- 81.2 ADR
- 1,23 Bewertung
Sein Einfluss in der Mitte der Runde und seine Ruhe in Schlüsselsituationen spielten eine entscheidende Rolle. Jabbi (1.20) trug ebenfalls maßgeblich bei, da Astralis als ausgewogene Einheit fungierte. Für B8 fielen NPL (1,26) und Esenthial (1,20) hervor, aber das Team fehlte insgesamt an Konstanz.
VRS-Implikationen – wichtige Veränderungen
Diese Runde hatte direkten Einfluss auf die Ranglisten:
- Astralis +22 — stärkt ihre Spitzenposition
- 3DMAX +20 — Stabilisierung ihres Standes
- B8 -7 — Schwung verliert
- Voca -11 — weiter sinkend
In einem hart umkämpften Major-Rennen könnten diese Änderungen entscheidend sein.
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Erfahrung macht den Unterschied
Diese Runde bestätigte erneut einen wichtigen Trend des Turniers: In engen Matches geht es nicht nur um Feuerkraft – sondern um Anpassung. 3DMAX gewann durch Widerstandskraft und Ruhe. Astralis sicherte sich den Sieg durch Disziplin und Kontrolle in entscheidenden Momenten. Für die Gewinner ist es ein weiterer Schritt in Richtung Playoffs. Für die Verlierer ist die Fehlertoleranz bereits verloren.

